Ports freigeben leicht gemacht
Du startest deinen Simulator, öffnest AxisAndOhs oder den FSUIPC WebSocket Server, und plötzlich fragt Windows wieder nach Administratorrechten. Nur weil das Tool auf einen Port zugreifen möchte – nervig, oder?
Aber keine Sorge: Es gibt eine einfache Lösung, mit der du Flightsim-Tools auch ohne Adminrechte starten kannst. Und das Beste: Es funktioniert dauerhaft.
Warum wollen die Tools Adminrechte überhaupt?
Programme wie AxisAndOhs (AAO) oder FSUIPC7 öffnen lokale Netzwerkports, um mit anderen Anwendungen zu sprechen – zum Beispiel mit deinem Tablet, StreamDeck oder externen Webpanels. Windows blockt das standardmäßig ab, wenn der Port nicht explizit freigegeben wurde. Deshalb brauchen viele Tools beim ersten Start Adminrechte.
Die Lösung: Portfreigabe mit netsh
Mit dem Windows-Tool netsh kannst du bestimmte Ports deinem Benutzer dauerhaft zuweisen. Danach darf jedes Programm diesen Port nutzen – ganz ohne erhöhte Rechte.
Beispiel: AxisAndOhs auf Port 9080
- Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator
- Führe folgenden Befehl aus:
netsh http add urlacl url=http://+:9080/ user=DeinBenutzername- Starte AxisAndOhs ohne Adminrechte
- Rufe im Browser
http://localhost:9080/webapiauf
✅ Fertig – keine UAC-Abfrage mehr, und dein Webinterface läuft wie gewohnt.
Das gleiche Prinzip für FSUIPC WebSocket
FSUIPC7 nutzt standardmäßig den Port 8080 für den WebSocket-Server. Auch hier gilt:
netsh http add urlacl url=http://+:8080/ user=DeinBenutzernameDanach kannst du FSUIPC7 ganz normal starten, und der WebSocket-Server läuft ohne Administratorrechte.
Firewall-Freigabe nicht vergessen
Manche Systeme blockieren den Zugriff trotzdem. In dem Fall hilft eine dauerhafte Regel in der Windows-Firewall:
netsh advfirewall firewall add rule name="AxisAndOhs" dir=in action=allow protocol=TCP localport=9080Damit erlaubst du eingehende Verbindungen auf den Port – auch das nur einmal nötig.
Was, wenn du gar keine Adminrechte hast?
- Wähle Ports über 1024, da diese meist unkritisch sind
- Setze die Tools so, dass sie nur auf localhost (127.0.0.1) hören
→ Dann kommunizieren sie nur intern, und Windows lässt das in der Regel zu
Beides kannst du direkt in AxisAndOhs oder FSUIPC konfigurieren.
Bonus: Alles in einem Skript erledigen
Wenn du mehrere Tools nutzt, kannst du dir ein kleines Batch-Skript basteln, das alle Ports einmalig freigibt:
netsh http add urlacl url=http://+:9080/ user=%username%
netsh http add urlacl url=http://+:8080/ user=%username%Speichern, einmal als Admin ausführen – und nie wieder Ärger mit Ports.
Fazit
Mit ein paar Zeilen netsh-Magie kannst du deine Flugsim-Tools wie AxisAndOhs und FSUIPC WebSocket endlich ohne Adminrechte starten. Keine nervigen UAC-Fenster, keine Sicherheitswarnungen – einfach starten, fliegen und genießen.
Tipp: Wenn du regelmäßig mit mehreren Addons arbeitest, lohnt sich eine kleine Checkliste mit allen genutzten Ports. So behältst du den Überblick und vermeidest Konflikte zwischen Tools.